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Das SM-Boot Gemma M1097 vom 5MSG
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Die Gemma war eines der ersten 6 Boote ( GEMMA, PEGASUS, WAAGE, REGULUS, DENEB und ATAIR ) der Schützeklasse 341, die zwischen 1959 und 1961 für das 5. Minensuchgeschwader schnellstens in Dienst gestellt wurden und keinerlei Minensuchausrüstung an Bord hatten. In dieser Zeit wurden die Boote als Wachboote klassifiziert, waren aber jedoch den Minensuchgeschwadern unterstellt. Um zwischenzeitliche Aufgabe zu erfüllen, war achtern ein 2tes 40mm Geschütz montiert. Heimathafen war zuerst der Marinehafen Neustadt
Mitte der sechziger Jahre wurde das zweite Geschütz, das achtern auf dem Platz der Kabeltrommel montiert war, bei planmäßiger Umrüstung entfernt und die Boote erhielten die vorgesehene Minensuchausrüstung. In dieser Zeit wurde bei einigen Booten Fäulniserscheinungen an den Aufbauten festgestellt. Die Boote waren aus Teak, Mahagoni und anderen Edelhölzern gebaut. Die betroffenen Boote verlegten nach und nach zur Instandsetzung zu den Herstellerwerften, da hier ein Gewährleistungsfall vorlag.
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Gemma M1097 mit voller Minensuchausrüstung
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Im November 1967 verlegte dann das Geschwader nach Olpenitz, als neuer Heimathafen.
  Geschwaderliegeplatz in Olpenitz,Zeitpunkt 70er Jahre
 
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Minensucher bei der Arbeit. Meistens wurde mit dem gesamten Geschwader im Ostsee- Raum geräumt oder bei Manövern sogenannte Übungsminen gesucht.
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Ja, diese schnellen Boote konnten schon das Herz eines Mariners erfreuen, sofern er seefest war und vom Oberdeck die kränkenden Nachbarboote fotographierte.
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Die Gemma aus einer Bullei Perspektive beim Überholen in der Kieler Förde.
Die Geschichte vom Bordhund Maik des SM-Bootes Gemma |
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Maik gehörte zu den Bordhunden die auf mehreren Schiffen fuhren. Sein erstes Kommando war das Minenschiff Bottrop, dessen Seite auch auf dieser HP ist. Nach der Außerdienststellung der Bottrop am 28.09.1971 sind diverse Bestzungsmitglieder auf die Gemma versetzt worden und diese brachten Maik mit an Bord.
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Maik mit dem Signalgast im Arbeitspäckchen und Sonnenschutz. Der ehemalige Funkmaat Jürgen Nopens, von dem diese schönen Bilder stammen, die er während seiner Dienstzeit 1974 bis 1975 fotographierte, als er auf Gemma fuhr.
  Puster Jürgen Nopens, mal im Sommer- mal im Wetterpäckchen
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Zu Maiks Zeit auf der Gemma gibt es natürlich auch die eine oder andere Story. Als ich im April 74 an Bord kam, war er schon da, kann sein, dass ihn der Kommandant, KL "Donald" Duckstein oder OMt Tom Boisly mitgebracht haben. Beide sind jedenfalls zusammen gefahren, kann sein auf der Bottrop. Klar, das Maik bei allen beliebt war. Er hatte bei uns den Dienstgrad eines HG und wenn wir manchmal zu offiziellen Anlässen auf dem Paradeplatz in Olpenitz aufmarschierten, ging Maik mit seinen ExKragen um den Hals vorneweg.
Sperri OMt. Schmidt “Lebensfroh” aus Lüdenscheid mit Maik und daneben Ari Maat Mescheder. Bei der Begrüßung des neuen Geschwaderkommandanten leider ohne Leine, so dass er auf ihn zulief und ihn unfreundlich anbellte. Da der "Neue" sich nicht mit Maik anfreunden wollte, war er auch bei uns unten durch. Bei den Besuchen in unserer Patenstadt Laboe war Maik mit seinem ExKragen ein beliebtes Fotomotiv bei den Touristen und hat uns fürs Fotografieren dürfen so manches Bier eingebracht, dass er auch gerne mit uns teilte. Wenn wir schon mal abends auf dem Achterdek saßen, gesellte Maik sich dazu und es dauerte nicht lange, da hatte er schon eine unachtsam an Deck stehende Flasche umgestoßen und schlürfte die Pfütze genüsslich auf. Bei mir in der Funkbude war er auch gerne zu Gast. Ich musste nämlich alle Funksprüche in Müllsäcken sammeln, um sie nach dem Einlaufen in Olpenitz als "Geheimsachen" zu verbrennen. Auf längeren Fahrten hatten sich immer mehrere Säcke angesammelt, auf denen es sich bequem liegen ließ.
  Besonders bei starkem Seegang kam Maik gerne zu mir und machte es sich auf dem "Sofa" bequem. Apropos längere Seefahrten: Da ihm der Decksmeister verboten hatte, seine Geschäfte an Bord zu erledigen, hatte er natürlich große Not, wenn er mal länger nicht an Land konnte. Zum Glück ankerten wir nachts meistens im Päckchen und kaum war der Nachbar fest, sprang Maik schon rüber und ließ alles von sich, was sich in ihm nach einem langen Seetag aufgestaut hatte.
 
Gemma und Pluto üben das Längsseitsgehen und Parallelschleppen, denn in den 70er Jahren war auch für die Marine der Kraftstaff nach der großen Ölkrise knapp geworden und so manche Ausbildungfahrt wurde gestrichen und so fanden die Besatzungen andere Beschäftigungen.
Ein kalter Freund für Maik im Winter 1975
Eins ist mir noch eingefalllen: Maik und Eumel von Herkules waren gute Kumpel, die sich oft auf der Pier in Olpenitz jagten. Da, so meine ich jedenfalls gehört zu haben, Maik nur noch mit einem Auge sah, ist auf einer solchen Toberei folgendes passiert: Eumel rannte vorneweg auf einen Poller zu und schlug kurz davor einen Haken nach links und weiter auf der Pier. Maik schätzte wohl wegen des fehlenden Auges die Lage falsch ein und rannte rechts am Poller vorbei genau ins Hafenbecken. Zum Glück standen einige von uns dabei und holten den triefnassen Kerl mit einem Käscher wieder raus.
Bootsmann Horchtl Gaa, Smut Wolfram Knorr und Heizer Rau bei einer Achterdeckdiskussion über Sauberkeit an Deck.
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Feiern und gefeiert werden
 
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Ziegenprinz (11er) OMt.Zapf, Funkmaat Nopens und 3 Heizer
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Illustre Gesellschaft beim Umtrunk und Lauschen von einer der vielen Geschichten, die der IWO-Olt. Schwinum von seiner Zeit als Obersteuermann auf der Köln zum Besten gab
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Laboe war die Patenstadt der Gemma, wir hatten mehrere feucht- fröhliche Patenschaftsbesuche dort. Leider gibt es kein Foto, als wir-natürlich mit Maik- im ExKragen, Ehrenwache bei einer Kranzniederlegung am Marineehrenmal standen.
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Unsere damalige Schiffsführung: von links nach rechts STO-KL.Lehmann, Kommandant KL. Werner (Donald) Duckstein, IWO Olt. Rolf Schwinum, unten E-Meister Btsm.Udo Tischbier Dieses unvergeßliche wiedergegebene Zitat unseres Kommandanten: Erst der Mensch, dann der Seemann und zuletzt der Soldat! war immer schon sein Wahlspruch. Er war ein super Kommandant. Man munkelte damals, dass er absichtlich durch die Stabsoffizierslehrgänge gefallen sei, weil er weiter als Kommandant zur See fahren und keine Stabsposition als S1 oder Geschwaderkommandant an Land bekleiden wollte. Daher ist er "nur" Kaleu geblieben. Ich habe die Gemma im Juni 75 als OMt d.R.verlassen und weiss leider nicht, wie es mit Maik weitergegangen ist. War eine schöne Zeit an Bord der Gemma!
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Unser 2WO, Lutz Helmholdt soll nach seinem Ausscheiden aus der Marine, den Maik mit nach Hause genommen haben
Ja Lutz Helmholt hat sich nun 2010 gemeldet und schreibt folgendes über Maik:
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Über Maik von Gemma kann ich die Geschichte noch zu Ende erzählen.Ich bin bis September 1976 als II WO auf der Gemma gefahren; anschließend bin ich als I WO auf ein anderes Boot des Geschwaders gekommen.
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Da Maik ständig an mir hing und auch an den freien Wochenenden immer mit mir nach Hause fuhr, habe ich ihn bei meiner Versetzung mitgenommen. Er ist dann allerdings nicht mehr an Bord gewesen, sondern hat bei meinen Eltern gelebt.
 
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Maik hat noch fünf Jahre sein ”Rentnerdasein” als ganz normaler Haus- und Hofhund genossen.
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 Maik ist 1982 über die Regenbogenbrücke gegangen, er muss etwa 14 Jahre alt geworden sein.
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Das Ableben der Gemma
Das Hausboot Gemma in Wilhelmshaven ist in Privatbesitz
Einmal Hund immer Hund
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Kaleu a.D. Werner Duckstein mit seinem Airdale-Terrier „Amadeus“ in „seiner Kommandantenkammer“. Sie stammt vonm Minensucher „Wolfsburg“, auf dem er auch mal Kommandant war. Er hat sie in seinem Haus in Blauhand wieder aufgebaut.
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