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Geschichten über Bordhunde auf Marineschiffen

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 Nickel, der Bordhund vom Küstenminensuchboot “MINDEN”

 Die wechselvolle Geschichte des Minensuch/Minenjagd-Bootes “MINDEN” M1085


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Die MINDEN M 1085 wurde im Januar 1960 das 8. Minensuchgeschwader in Cuxhaven als Boot der Klasse 320 in Dienst gestellt.Im April 1962 verlegte das Geschwader nach Borkum, wo es jedoch nur wenige Monate verblieb. Am 2. November 1962 hatte das KM-Boot Minden eine Kollision mit  einem Minensuchboot vom Typ Krake der Volksmarine in der Nähe Gedser-Feuerschiff, als zwei Boote des Typs Krake versuchten, die Minden in die Hoheitsgewässer der DDR abzudrängen.


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Typische Krake Position, vor Anker warten auf Beute.


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Minden und ein 2. KM-Boot in Formation




Minensucher beim Abreiten der Nordsee


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Nach dem im Juni 1963 erlassenen Außerdienststellungsbefehl verlegte das Geschwader am 15. Juli des Jahres nach Wilhelmshaven und wurde dort aufgelöst. Flensburg, Fulda und Völklingen wurden an das 4. und Wolfsburg, Ulm und Minden an das 6. MSG abgegeben.


Ende der 70er-Jahre erfolgte der Umbau zum Minenjagdboot als Klasse 331.

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Heimathafen des Minenjägers und seiner 11 Schwesterschiffe wurde der Marinestützpunkt Wilhelmshaven, beim 4. Minensuchgeschwader. Im Dezember 1997 wurde die MINDEN nach 37 Dienstjahren bei der Bundesmarine außer Dienst gestellt



Sie wurde an die Marine von Georgien verkauft, wo sie unter dem Namen “ AYETY” fährt, jetzt ist die alte Minden ganz in weiß, als Küstenwachboot im Schwarzen Meer unterwegs.


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Im Hafen von Poti: Das georgische Küstenwachboot Ayety - früher Minenjagdboot Minden - ist bei den russischen Angriffen im Jahre 2008 beinahe versenkt worden.



Hier die Geschichte vom Bordhund Nickel, auf dem Küstenminensuchboot “MINDEN”


Der Kamerad  Eckhard Dieckmann, der 1964 an Bord der Minden fuhr und Nickel selbst erlebte berichtet folgendes über den Kleinen:


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Nickel war ein kleiner weiss braun gefleckter Terrier. Über ihn gibt es etliche Anekdoten!!


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Das ist der Hauptgefreite Nickel in 1. Geige,
 auf dem Peildeck vom KM- Boot Minden


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OLt. Kähler Kmdt. der „Minden“ während der Bordhundezeit in den 64ern.


Nickel war eigentlich ein braver Hund, man musste ihn einfach gern haben. Tagsüber lag er meistens im Eingang von der 1WO-Kammer dessen Tür gewöhnlich offen stand. Es störte ihn auch nicht, wenn dicht vor seiner Nase die Leute im Mittelgang hin und hergingen oder liefen. Aber wehe es wollte jemand- außer der 1WO natürlich- die Kammer betreten, dann flippte er förmlich aus. Er bellte wie verrückt. Die Person in die Hose zu beißen hat er sich nie getraut, deshalb biss er wie ein Wahnsinniger in den Teppich, der im Laufe der Zeit völlig zerfetzt war und hin und wieder in dem Bereich geflickt werden musste. Auf See lag Nickel gerne bei uns im Leitstand auf der Bank. Bei Schietwetter war das der ruhigste Platz. Aber so ganz seefest war er nun doch nicht. Wurde die Schaukelei zu schlimm, dann verzog er sich aufs Achterdek unter die Kabeltrommel und kotzte. Wurde die See wieder ruhiger oder wir liefen in den Hafen ein, ging er die ganzen Stellen ab und fraß die Haufen wieder auf (Mahlzeit )
Im U- Deck hielt er sich auch gerne auf, vor allem weil er bei einem O- Maat in der Koje liegen durfte.
Bei Festivitäten und das kam öfter vor, war Nickel immer dabei. Er trank sehr gerne Bier, was er von einem kleinen Teller schlabberte. Im Laufe eines Abends kam da schon etwas zusammen. Aber mehr als eine kleine Flasche 0,33l hat er nie bekommen.
 Das reichte auch für einen langen, ruhigen Schlaf.
Werftliegezeiten bei Burmester in Bremen – Burg waren für Nickel immer etwas Besonderes. Er kam nur zum Fressen an Bord. Die restliche Zeit verbrachte er damit sämtliche Hundedamen in der Umgebung zu beglücken. Er war ungemein „standhaft“, was so manchen Seelord vor Neid erblassen ließ. Irgendwann einmal hatte unser Casanova wohl ein wenig übertrieben. Er kam regelrecht torkelnd an Bord, im Mittelgang fiel er um und rührte sich nicht mehr. Der UVD, der das alles beobachtet hatte, war ganz besorgt. Aber Nickel schlief nur. Er war physisch total fertig und ausgebrannt - das war wohl eine „Dame“ zu viel. Einen Tag blieb er dann brav an Bord. Danach hatte er schon wieder Lust.
Eines Tages war Nickel verschwunden. Auch am nächsten Tag keine Spur von ihm. Die ganze Besatzung einschließlich Kommandant waren traurig. Überall in der näheren Umgebung wurde gesucht und Leute befragt. Aber von Nickel keine Spur. Ich weiß nicht mehr genau wie lange es gedauert hat. Jedenfalls hatte ein Kamerad von uns sein Auto nach Gröpelingen, das ist ca. 5km stadteinwärts, zur Reparatur gebracht. Als er den Wagen nach einigen Tagen wieder abholen wollte, fragte ihn der Meister ob er einen Hund habe?!?!?!, muß ich noch weiter erzählen?
Es war tatsächlich Nickel, der freudig kläffend aus dem Auto sprang. Der Meister erzählte, der Hund sei einen Tag vorher plötzlich aufgetaucht und schüffelnd um den Wagen herumgelaufen. Bei der nächsten Gelegenheit sei er dann hineingesprungen und war um nichts in der Welt zu bewegen, das Fahrzeug zu verlassen. Es ist nie geklärt worden, wie Nickel dorthin kam. Vermutlich hat er sich schon kurz vor der Abfahrt ins Auto geschlichen und sich während der kurzen Fahrt, und auch später noch auf dem Hof der Werkstatt völlig ruhig verhalten. Denn im „Verstecken“ war Nickel schon immer Weltmeister. Wenn er nicht wollte, dass man ihn findet, dann fand ihn auch keiner. Letztendlich war es uns auch egal. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie groß die Freude bei allen war, als endlich wieder Hundegebell an Bord zu hören war.
Ich möchte betonen, das ist kein Seemannsgarn.


Seefahrt, feiern und arbeiten nach Dienstplan


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Geschwaderrennen auf der Idiotenwiese, nordwestlich von Helgoland


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Heizer Plausch vor dem Leitstand

Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren



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Kartoffelschälen auf dem Achterdeck während der Freiwache war immer eine beliebte Beschäftigung. Man war auf jeden Fall vom lästigen „Reinschiffmachen“ befreit.


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Weilheim und Minden in rauher See.


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Kaleu Werner Duckstein, einer der Kommandanten der Minden.
Er fuhr auf mehreren Booten, die Bordhunde hatten.


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Adios Minden



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