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Die Dithmarschen und die Marine Nachdem die neu aufgestellte Bundesmarine ausreichend mit Kampfeinheiten ausgerüstet war und die Einsatzfahrten zwecks Ausbildung und Teilnahme an Natoeinsätzen nun weltweit waren, mußte jetzt die volle Beweglichkeit der Flotte gesichtert werden. Hierfür erhielt die Marine zuerst angekaufte Handelsschiffe, die als Troßschiffe umgebaut und modifiziert wurden. Übergangslösungen waren auch Vorkriegsveteranen. Zu diesem Zeitpunkt existierte noch das ungleich größere Vorgängerschiff der Kriegsmarine.
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Diese 1937 in Danzig erbaute Dithmarschen war 179 Meter lang und ca.10 000 Bruttoregistertonnen groß. Vor Norwegen und in der Ostsee hatte das Troßschiff Schlachtschiffe mit Lebensmitteln, Munition und Diesel versorgt. Nach der Kapitulation bauten die Amerikaner die nun Southmark genannte Kriegsbeute als Tanker für ihre Mittelmeerflotte um. 1956 wurde sie der Reserve zugeteilt und 1960 mit 23 Jahren aus der Flottenliste gestrichen
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An der Seite trug die Dithmarschen zunächst die Nummer A 57, wobei A die NATO-Abkürzung für Auxiliary ist – der Hinweis auf ein Hilfsschiff. 1964 bekam die Dithmarschen die neue Seitennummer A 1409.
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Am 7. Mai 1955 lief im französischen Seehafen Nantes auf der Werft Ateliers et Chantiers de Bretagne ein Frachtmotorschiff vom Stapel: die Hebé. Die Reederei verkaufte das 90 Meter lange und 2103 Bruttoregistertonnen große Schiff 1959 an das Bundesverteidigungsministerium. Auf der Hamburger Werft Stülcken wurde das Frachtschiff für die Bundesmarine zu einem Kleinen Materialtransporter umgebaut und Ende 1959 als Dithmarschen in Dienst gestellt
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Für die Bundesmarine war „Dithmarschen“ daher ein Traditionsname, der sich bei einem Versorgungsschiff geradezu anbot. Wie aber die Kaiserliche Marine auf den Namen gekommen war, ist unklar. Es ist gut möglich, dass sich die beiden damaligen Dithmarscher Kreise um ein Schiff namens Dithmarschen beworben hatten. Bei der Bundesmarine waren Neubenennungen auf Antrag einer Gebietskörperschaft (die sich davon einen Werbeeffekt versprach) jedenfalls üblich.
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Die Dithmarschen versorgte Schiffe im Hafen oder vor Anker liegend, konnte aber auch auf See ihre Ladung übergeben. So nahm sie als Begleiter von Zerstörern oder Fregatten an Übungen und Ausbildungsreisen im In- und Ausland teil. Diese führten sie bis nach Nordafrika, zu den Kanarischen Inseln und nach Südamerika. 1970 machte die Dithmarschen in den Häfen von Rio de Janeiro, Buenos Aires und Puerto Belgrano fest.
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Die türkische Marine stellte das Schiff mit dem neuen Namen A 588 Umurbey im Januar 1977 offiziell in Dienst. Neuer Heimathafen wurde Gölcük am Marmarameer im Nordwesten der Türkei. Um das Jahr 2000 wurde die ehemalige Dithmarschen endgültig ausgemustert.
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Die Bordhunde Azores+Palmie vom Trossschiff Dithmarschen |
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Der Kamerad Walter Foken schreibt folgendes über die Bordhunde: anbei einige Fotos (aus einem rekonstruierten Videofilm) aufgenommen auf unseren Versorgungsfahrten im Atlantik. Der kleine Braune hieß "Aze" (Azores) und wurde während einer Liegezeit 1966 in Ponta Delgarda auf der Azoreninsel San Miguel an Bord genommen.
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Der schwarz-weiße Hund hieß "Palmie" und wurde im gleichen Jahr in Las Palmas, Kanarische Inseln an Bord gebracht. Während meiner Borddienstzeit von April 1966 bis September 1967 waren beide Hunde an Bord. Bis Anfang 1965 befand sich auch eine Katze Namens "ChiChi" an Bord. ChiChi wurde leider bei stürmischer Wetterlage im Atlantik über Bord gespült!
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Der Kamerad Ludwig Geschwentner, der einige Zeit auf der Dithmarschen fuhr, schreibt folgendes über Azores Lieber Marinekamerad, als mir meine Frau unlängst aus einer Illustrierten die Geschichte der Bordhunde der Marine offerierte, holte ich das Album meiner Marinedienstzeit und zeigte ihr Azores, den Bordhund vom Trossschiff "Dithmarschen".
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Den Mischlingshund Azores aus Porto de P. Delgada nannten wir so, weil wir ihn von den Azoren mitnahmen. Auf der Rückreise nach Wilhelmshaven war er unser treuer Kamerad, welcher sich in allen Decks wohlfühlte. Zur Beförderung kam es nicht, weil er uns beim ersten Landgang in Wilhelmshaven verließ. Liebe kameradschaftliche Grüße Ludwig Geschwentner
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Hallo Peter, es geht weiter mit den Storys
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Das Hundeleben auf der Dithmarschen geht weiter. Der Kamerad Klaus Scheer, der als Puster von 1966 bis 1971 an Bord fuhr, hatte einige Bilder und Stories in seinem Fundus und berichtet: Wie schon oben erwähnt, kamen „Aze“ u. „Palmi“ während einer ÜAG 1966 als Welpen an Bord. „Aze“ ca. 6 Monate,“Palmi“ ca.8 Wochen alt. Zu „Aze“: Sie lief unserm E-Mixer im Hafen von Ponta Delgada/St. Miguel nach und wurde kurzerhand mit an Bord genommen. Nach einer sofortigen Reinigung durch unseren Sani, sie hatte jede Menge Flöhe, wurde sie im U-Deck einquartiert, auf den Namen „Aze“ getauft u. zum HGefr.befördert.
 Zu Offiziellen Anlässen trug sie einen Ex-Kragen mit gekürztem Mützenband u. Dienstgrad-Abzeichen. Siehe das obige Foto von der Hochzeit eines Kameraden in Hagen. Sie wurde von uns auch dressiert: Bei dem Satz: „Aze“, wie machen die Mädchen in …?“legte sie sich auf den Rücken und streckte alle Läufe von sich.

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Nun weiter über “Aze”. 1968 lagen wir mit der “Dithm.“ In Neustadt/Holst. Zum Schiffsicherungslehrgang. 2 Tage vor Ablauf des Lehrganges verschwand „Aze“ an Land und ward nicht mehr gesehen. Die Besatzung hat „Aze“ gesucht, leider ohne Erfolg. Besatzungsmitglieder einer Fregatte/Zerstörers, die nach uns den Lehrgang absolvierten und „Aze“ kannten,haben sie nach 3 Tagen gefunden und nach Beendigung des Lehrganges mit nach Plymouth und anschließend nach WHV mitgenommen und uns übergeben.Die gesamte Besatzung war hocherfreut ,“Aze“ war wieder da! Wie Kamerad Ludwig Geschwentner schreibt, war „Aze“ nach Einlaufen WHV verschwunden. Sie war nur für 3 Tage ausgebüxt!.

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Hallo Peter, nun noch ein paar Sätze zu „Palmi“. Sie wurde als 8 Wochen alter Welpe von unserem Schmadding, OBtsm. Glasow in einer Kneipe in Las Palmas für 2 Flaschen Wein getauscht. Er trug sie meistens in einer seiner Brusttaschen seines Hemdes/Uniformjacke mit sich herum. Auch nahm er sie öfters in WHV mit nach Hause, wo sie einmal beim Renovieren der Wohnung alle offenen Farbtöpfe umkippte.Anschließend bekam sie Hausverbot.In Emden/Werftliegezeit wurde sie einmal von einem Schäferhund in den rechten Hinterlauf gebissen.Wir bedauerten sie alle und trugen sie die Niedergänge rauf und runter.Es gefiel ihr wohl sehr gut und nach einiger Zeit, die Wunde war inzwischen verheilt,meinte sie wohl, es würde immer so weiter gehen.Wenn sie sich unbeobachtet fühlte und keiner von uns in der Nähe war, lief sie die Niedergänge rauf und runter.Das haben wir aber schnell abgestellt.
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Aze liebte es, in fremden Kojen ein Nickerchen zu halten.
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Sani knutscht Seehund Palmie
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Palmi-Portrait kurz vor seinem Abschied in das Zivilleben.
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Aze in ihrem Schmollwinkel
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Aze’s Kuschelstunde mit dem Nav-Maat achtern am Heck
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Leider mußten beide Hunde auf Befehl eines neuen Kmdt. (muß Frühjahr 1969 ?) wegen eines Mißgeschickes von Bord.Eine der beiden hatte nämlich auf der Fußmatte vor der Kmdt.Kammer sein großes Geschäft gemacht, in den der neue Kmdt.beim Hinausgehen aus seiner Kammer volle Kanne hineingetreten ist. Nach meinen Erinnerungen wurden beide Hunde von Besatzungsangehörigen mit nach Hause genommen. Viele Grüße, bis zum nächsten Mal von Klaus Scheer (FT-St.Leiter AK „Dithmarschen“)
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Viel Seefahrt und das Leben an Bord der Dithmarschen
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